Der Mischpinsel in Photoshop CS6 – ein tolles Werkzeug zum Freistellen!

In diesem kurzen Tutorial möchte ich euch zeigen wie man den “Mischpinsel” aus Photoshop CS6 als Werkzeug zum Freistellen verwenden kann.

Dieses Bild (entstanden bei einem Workshop von Stefan Gesell im Juni 2013) soll so verändert werden, daß das Modell freigestellt wird und im Hintergrund eine Landschaft erscheint. Ausgangsbild (Screenshot):

Bildschirmfoto 2013-06-15 um 20.55.48

 

 

 

 

 

Das Bild vom neuen HIntergrund sieht so aus:

Bildschirmfoto 2013-06-15 um 21.00.45

 

 

 

 

 

 

 

 

1. HIntergrund in das Bild vom Model kopieren und mit transformieren anpassen. Das Bild ist ÜBER der Ebene mit dem Model. Ebenenmodus ist “Ineinanderkopieren“.

2. Die Struktur der Landschaft ist jetzt im Model zu sehen, und das ist schlecht. Hier hilft uns nun der “Mischpinsel” Er ist bei den Malwerkzeugen in der Werkzeugpalette zu finden:

Bildschirmfoto 2013-06-15 um 21.05.203. Wenn man mit diesem Pinsel nun über das Model drüberfährt, verwischt der Hintergrund und “vermischt” sich mit dem Model.

 

 

 

 

 

 

4. Soweit so gut, allerdings hat das bei mir nicht befriedigend ausgesehen, nach mehrmaligem Anwenden wurde das Ergebnis sogar immer schlechter!

mischpinsel1

 

 

 

 

Was habe ich falsch gemacht?

5. Die Einstellung vom Mischpinsel ist das Problem. Wie so oft steckt die Lösung im Detail und hier ist die Einstellung die ihr in den “werkzeugspezifischen Optionen” berücksichtigen solltet:

Bildschirmfoto 2013-06-15 um 21.16.47

 

 

6. Die Einstellung “Pinsel nach jedem Strich reinigen” muss aktiviert sein! Alle anderen Werte wie im Screenshot: Nass 50%, Auftrag 50%, Mix 50%, Fluss 100% und “Alle Ebenen” unbedingt deaktivieren!

JETZT kann man mit dem Pinsel über die Stellen fahren die man nicht im Model haben möchte, und die Struktur der Landschaft verschwindet.

Unterschiedliche Werkzeugspitzen, (Größe, Kantenschärfe) und in wenigen Minuten ist das Model in der Landschaft platziert!

7. Wenn man jetzt noch die Funktion “Pinsel nach jedem Strich laden” wahlweise verwendet kann man auch Farbe auf Stellen auftragen die vorher evtl. zu hell waren (In diesem Beispiel Gesicht, Oberarme…)

Bildschirmfoto 2013-06-15 um 21.23.42

Danke nochmal an Stefan Gesell für die Erklärung und deine Geduld ;-)

 

 

 

 

 

Die fertigen Bilder – an denen natürlich noch weitere Bearbeitungen durchgeführt wurden – sehen so aus. Der Aufwand fürs Freistellen ist hier mit wenigen Minuten wirklich gering. Früher habe ich allein dafür viel mehr Zeit benötigt!

wozak-Amiri-2013-quer-web2

 

 

 

 

WOZ5213-Amiri-06-2013-web

 

Die Frequenztrennung – Photoshop Retusche

Nachfolgend möchte ich euch die “Frequenztrennung” erklären, eine Methode zur Retusche von z.B. Haut die das Bild in die Struktur und in die Farbe aufteilt und somit die Retuscheergebnisse verbessert. Los gehts:

1. Originalbild:
Bildschirmfoto 2013-06-11 um 14.46.35

 

 

 

 

 

 

 

2. Ebene 2x duplizieren und das untere Duplikat in Smartfilter konvertieren. Gaussscher Weichzeichner mit einem Wert von 10. Der Wert ist natürlich variabel, aber ganz wichtig, was immer ihr nehmt, ihr solltet euch den Wert merken! Die Ebene benenne ich “soft”.

Bildschirmfoto 2013-06-11 um 14.52.50

 

 

 

 

 

 

3. Die obere Duplikatebene auch in Smartfilter konvertieren und den “Hochpass” – Filter anwenden. Hier mit dem selben Wert wie den Weichzeichner, in meinem Fall wieder “10“.

Ebenenmodus auf “lineares Licht

4. Beide Ebenen fasse ich zu einer Gruppe zusammen und benenne die “Frequenztrennung” (muss nicht sein…)

5. Zwischen diesen beiden Ebenen kommt nun eine leere Ebene. Die nenne ich “Magie”

Bildschirmfoto 2013-06-11 um 15.00.51

 

 

 

 

 

 

 

 

6. FERTIG!

Was nun? Also: In der untersten Ebene ist die “Farbe” hier könnt ihr Änderungen der Farbtonung vornehmen, OHNE dass die Struktur verändert wird, aber es geht noch besser:

In der mittleren (Magie) Ebene mit einem Pinsel und reduzierter Deckkraft (20%) könnt ihr malen und Farben verändern OHNE die Struktur zu verändern! Das ist wirklich sehr toll vom Ergebnis her. – Bereich über der Hand Vorher / Nachher:

vorher-nachher-1

 

 

 

 

 

Wenn nun in der Struktur was geändert werden soll (bei Haut Narben oder Pickel, etc.) dann arbeitet man in der oberen Ebene (die Hochpass Ebene) mit dem Stempel oder Ausbessern Werkzeug. Dazu kopiere ich die Ebene und rastere diese, denn bei einem Smartobject kann man nichts an den Pixeln ändern.

vorher-nachher-2

Das wärs, kurz und knackig, natürlich gibt es noch andere Möglichkeiten, aber mir gefällt diese sehr, weil es sehr einfach und schnell geht.

 

 

TIPP:

macht das einmal bei irgendeinem Bild nach, und erstellt euch dabei eine “AKTION”. Ich habe so schon einige eigene Aktionen gemacht, dann ist das alles nur ein einziger Mausklick, und die Ebenen sind erstellt und ihr könnt sofort loslegen!

Freistellungswerkzeug in Photoshop CS6

Photoshop CS6 wartet mit vielen großen und kleinen Neuigkeiten auf. Oft sind es Detailverbesserungen die dem Bildbearbeiter das tägliche Leben sehr erleichtern können.

Ich will euch die Neuigkeiten beim “Freistellwerkzeug” vorstellen. Mit diesem Werkzeug wird ein Bild beschnitten. Das war bis jetzt immer eine endgültige Sache. Als würde man mit der Schere ein Foto zuschneiden. Jetzt nicht mehr! Seit CS6 wird der “abgeschnittene” Teil eines Bildes nicht mehr dauerhaft entfernt sondern nur ausgeblendet. Das funktioniert auch nach dem Speichern und wiederholtem öffnen und schliessen des Bildes!

 

 

 

 

Freistellwerkzeug ausgewählt.

 

 

 

 

Freistellwerkzeug angewendet.

 

 

 

Die zusätzlichen Optionen des Freistellwerkzeuges. Ihr müsst die Option “Classicmodus” DEAKTIVIEREN!

 

 

Nach wiederholtem Aufrufen des Freistellwerkzeuges kann man nicht nur wieder das Originalbild herstellen, man kann sogar die Arbeitsfläche gleich vergrössern.

Ich finde das eine sehr tolle Lösung und wirklich praktisch für die tägliche Arbeit!

Mediendesign und die Rechtschreibung

Speziell als Vortragender bei angehenden Mediendesignern wird man oft mit mangelnden Rechtschreibkenntnissen konfrontiert. Aber deshalb sind Schüler / Schülerinnen ja auch noch in der Ausbildung und sollen dazu lernen. Brandaktuell stelle ich hier ein Beispiel vor, an dem  man gut erkennen kann, daß auch in großen Unternehmen durchaus fehlerhafte produziert wird, was dann doch zu Kopfschütteln und Heiterkeit führt. Ich bedanke mich jedenfalls wieder für ein sehr lehrreiches Beispiel.

Den Verantwortlichen bei Merkur sei auf einen ordentlichen Workflow mit Fehlerkorrekturmöglichkeiten hingewiesen. Wir unterrichten so was ;-)

Ich bin gespannt wie lange das jetzt noch hängt bis sich jemand vom Marketing in Schadensbegrenzung übt. Gefunden heute um 18.00 im Merkur in der Alpenstraße in Salzburg.

PS.: Wer findet BEIDE Fehler?

Bildretusche und die Politik

Seit Stalins Zeiten ist bekannt dass sich Diktatoren auch der Bildretusche bedienen um unliebsame “Kollegen” aus Fotos zu entfernen. Das gelang meisst mit zweifelhaftem Erfolg, der – wenn überhaupt – nur sehr kurzfristig war. Im zeitalter der Digitalen Fotografie und Bildbearbeitung ist die Versuchung wieder um ein vielfaches gestiegen, da jeder mittelmässige Computeranwender auch bald das Stempelwerkzeug in Photoshop kapiert hat.

In Deutschland ist im Presserat eine hitzige Debatte um retuschierte Bilder der Bundeskanzlerin entbrannt wo sie mit Schwitzflecken unter den Armen beim Staatsbesuch abgelichtet wurde. Ein mildtätiger Bildbearbeiter hat dem Foto gutes getan und die Schwitzflecken VOR der Veröffentlichung entfernt. Das Bild haben aber viele ander Kollegen auch gehabt und so kam der “Schwindel” ans Tageslicht und die Zeitung wurde verurteilt.

Die Zeitschriften und Medien haben das verstanden.

Allerdings einige Politiker noch immer NICHT, wie beiliegender Bericht aus der “Sazburger Nachrichten” von heute beweist!
Liebe Weltverbesserer in der Politik, sowas funktioniert heute einfach nicht mehr. Das wird ein EIGENTOR!

Scharfzeichnen in Photoshop CS5

Schon seit vielen Jahren gibt es in Photoshop das Scharfzeichner Werkzeug. Beim Verwenden dieses Werkzeuges ist einem die Lust damit zu arbeiten allerdings meisst sehr schnell vergangen. Die Ergebnisse waren immer schrecklich!

Seit Photoshop CS5 sind die Ergebnisse jedoch dermassen gut, dass kaum eine andere Scharfzeichnungs-Technologie auf dem Markt diesem einfachen Pinsel das Wasser reichen kann!

Ziel dieses Pinsels ist es, durch gezieltes Auftragen einem Bild lokal mehr Schärfe zu geben. Wir sprechen hier von Details, nicht von grossflächigen Korrekturen (Augen, Strukturen und Texturen usw.). Adobe hat dem Scharfzeichner-Werkzeug einen Algorithmus geschenkt, der derzeit nur in diesem Werkzeug vorkommt. Kein anderer Filter in Photoshop oder Camera greift auf diese fortgeschrittene Technik zurück. Der Pinsel ist also quasi das modernste Werkzeug, das Adobe in Sachen Scharfzeichnung zu bieten hat.

  1. Erstellen Sie eine neue leere Ebene
  2. Stellen Sie den Blendmodus der Ebene oder des Pinsels auf Luminanz
  3. Aktivieren Sie oben in der Optionsleiste die Optionen “Alle Ebenen aufnehmen” und “Details beibehalten” (ohne Details erhalten arbeitet der Pinsel genau so mies, wie in der Vergangenheit)
  4. Arbeiten Sie mit einem moderaten Schwellenwert zwischen 10 und 30 Prozent. Ist der Schwellenwert zu hoch, arbeitet das Werkzeug zu aggressiv
  5. Reduzieren Sie bei Bedarf die Deckkraft der Schärfe-Ebene, die Sie in Schritt 1 erstellt haben

Das Ergebnis kann sich sehen lassen und ist derzeit einer der Besten Scharfzeichner. Auch dieses Werkzeug kann natürlich keine Wunder wirken, soll aber einen kleinen Vorgeschmack geben was Adobe noch so an assen im Ärmel hat.

Diese schöne Anleitung stammt von Michel Mayerle, vielen Dank!

Einfacher Versand großer Datenmengen

Wer in der Medienwelt kennt nicht das Problem mit dem Versand großer Datenmengen? Vor 15 Jahren gab es “Leonardo ISDN” eine teure Angelegenheit bei der nur große Agenturen und Druckereien Daten auf elektronischem Weg verschicken konnten. Das Highlight habe ich damals mit einer 50 Kanal ISDN Anlage erlebt. Ein gigantischer Aufwand und hohe Kosten.

Das ist jetzt anders!

Heute ist es kein Problem mit einem eigenen Speicherplatz via FTP Daten up- und downloaden. Allerdings benötigt man dafür ein geringes Maß an technischem Verständnis. In vielen Unternehmen sitzen aber  Leute die das nicht haben und auch nicht können. Da beginnen dann die Probleme zwischen Fotograf – Kunde – Agentur. Dropbox ist hier eine gute Lösung, aber manchen auch noch zu kompliziert.

Ein sehr guter Dienst ist jetzt “WE TRANSFER“!

Hier kann man über eine sehr einfach gestaltete Oberfläche einfach Daten hoch laden und unter Angabe der eigenen und der Empfänger E-MAIL Adresse auch Daten jenseits der 2 GB verschciken. Das funktioniert sehr einfach und schnell und bis jetzt kam noch jeder unserer Partner damit zurecht.

Digitale Bildbearbeitung nicht für Profis

Es ist ja immer wieder lustig in DOCMA oder anderen Fachpublikationen über misslungenge Bildbeabeitungen zu lesen.

Meist sind diese Beispiele immer weit weg produziert worden. Diesmal haben wir (dank dem wachen Auge von Brigitte) direkt in Salzburg in der Mönchsberggarage ein schönes Beispiel für misslungene Bildbearbeitung gefunden.

Problem:
Wenn der (oder die) Bildbearbeiter halt nur schnell, schnell ohne Nachdenken in Photoshop irgendetwas in ein Bild basteln oder herumretuschieren. Für eine Kleinanzeige wäre das auch niemandem aufgefallen. Aaaaaber, wehe wenn das gleiche Bild auch für ein Poster verwendet wird!

Dann kann sowas dabei raus kommen:

The King is Dead – Mathias Jahn an der FH Urstein

Gestern fand der – meiner subjektiven Meinung nach – sehr interessante Vortrag von Mathias Jahn an der FH Urstein statt.

Das Thema “The King is Dead – über die Zukunft der Werbung” wurde sehr interssant und anschaulich vorgetragen.
Sehr angenehm habe ich es diesmal empfunden, dass ein Top Werber nicht dauernd sich selbst oder die von ihm produzierten Kampagnen in den Vordergrund stellte. Da haben wir ja schon ganz andere “Selbst-beweihräucherer” erlebt. Der Kernsatz “Online ist nicht die Zukunft der Werbung. Sondern Werbung ist die Zukunft von Online” könnte beim drüberlesen leicht missverstanden werden. Tatsächlich ist es so dass Onlinewerbung viele klassische Werbeformen am Leben erhält.

Beispiele aus Film, Print- und Produktwerbung haben diese These untermauert.

Der 2. Punkt des Vortrages von Mathias Jahn ging um die Ethik in der Werbung. Seid ehrlich! Eine einfache Botschaft die für vieles wofür Werbung steht (positiv wie Negativ) anzuwenden ist. Hier hat er auch wieder sehr anschauliche Beispiele gebracht, die diese Message sehr glaubwürdig untermauert haben.

Alles in allem ein rundum gelungener Vortrag mit interessanten Themen von einem Vortragenden der weis wovon er spricht!