Freistellungswerkzeug in Photoshop CS6

Photoshop CS6 wartet mit vielen großen und kleinen Neuigkeiten auf. Oft sind es Detailverbesserungen die dem Bildbearbeiter das tägliche Leben sehr erleichtern können.

Ich will euch die Neuigkeiten beim “Freistellwerkzeug” vorstellen. Mit diesem Werkzeug wird ein Bild beschnitten. Das war bis jetzt immer eine endgültige Sache. Als würde man mit der Schere ein Foto zuschneiden. Jetzt nicht mehr! Seit CS6 wird der “abgeschnittene” Teil eines Bildes nicht mehr dauerhaft entfernt sondern nur ausgeblendet. Das funktioniert auch nach dem Speichern und wiederholtem öffnen und schliessen des Bildes!

 

 

 

 

Freistellwerkzeug ausgewählt.

 

 

 

 

Freistellwerkzeug angewendet.

 

 

 

Die zusätzlichen Optionen des Freistellwerkzeuges. Ihr müsst die Option “Classicmodus” DEAKTIVIEREN!

 

 

Nach wiederholtem Aufrufen des Freistellwerkzeuges kann man nicht nur wieder das Originalbild herstellen, man kann sogar die Arbeitsfläche gleich vergrössern.

Ich finde das eine sehr tolle Lösung und wirklich praktisch für die tägliche Arbeit!

Mediendesign und die Rechtschreibung

Speziell als Vortragender bei angehenden Mediendesignern wird man oft mit mangelnden Rechtschreibkenntnissen konfrontiert. Aber deshalb sind Schüler / Schülerinnen ja auch noch in der Ausbildung und sollen dazu lernen. Brandaktuell stelle ich hier ein Beispiel vor, an dem  man gut erkennen kann, daß auch in großen Unternehmen durchaus fehlerhafte produziert wird, was dann doch zu Kopfschütteln und Heiterkeit führt. Ich bedanke mich jedenfalls wieder für ein sehr lehrreiches Beispiel.

Den Verantwortlichen bei Merkur sei auf einen ordentlichen Workflow mit Fehlerkorrekturmöglichkeiten hingewiesen. Wir unterrichten so was ;-)

Ich bin gespannt wie lange das jetzt noch hängt bis sich jemand vom Marketing in Schadensbegrenzung übt. Gefunden heute um 18.00 im Merkur in der Alpenstraße in Salzburg.

PS.: Wer findet BEIDE Fehler?

“Qualität” auf Bezirksebene!

Die “Qualität” lokaler Bezirksblätter wurde ja schon oft angeprangert, hat aber derzeit bei uns einen weiteren Tiefpunkt erreicht.
Beiliegendes Bild erreichte mich heute und das will ich den geneigten Lesern nicht vorenthalten.

So sieht also Zeitschriftendesign jetzt auf Bezirksebene aus. Diese grauenhafte Art ein Bild frei zu stellen und der noch schlimmere Textumbruch ist wahrlich ein Höhepunkt des schlechten more info

Geschmacks und des noch schlechteren Handwerks.

Wirklich schlimm ist ja  das sowas noch von irgendwelchen “Redakteuren” und “Verlegern” als innovativ und “Schön” empfunden wird.

Die sollten sich mal Anregungen bei Mario Garcia holen, oder einfach nur in die nächste Trafik gehen und andere Blätter lesen!

Einfacher Versand großer Datenmengen

Wer in der Medienwelt kennt nicht das Problem mit dem Versand großer Datenmengen? Vor 15 Jahren gab es “Leonardo ISDN” eine teure Angelegenheit bei der nur große Agenturen und Druckereien Daten auf elektronischem Weg verschicken konnten. Das Highlight habe ich damals mit einer 50 Kanal ISDN Anlage erlebt. Ein gigantischer Aufwand und hohe Kosten.

Das ist jetzt anders!

Heute ist es kein Problem mit einem eigenen Speicherplatz via FTP Daten up- und downloaden. Allerdings benötigt man dafür ein geringes Maß an technischem Verständnis. In vielen Unternehmen sitzen aber  Leute die das nicht haben und auch nicht können. Da beginnen dann die Probleme zwischen Fotograf – Kunde – Agentur. Dropbox ist hier eine gute Lösung, aber manchen auch noch zu kompliziert.

Ein sehr guter Dienst ist jetzt “WE TRANSFER“!

Hier kann man über eine sehr einfach gestaltete Oberfläche einfach Daten hoch laden und unter Angabe der eigenen und der Empfänger E-MAIL Adresse auch Daten jenseits der 2 GB verschciken. Das funktioniert sehr einfach und schnell und bis jetzt kam noch jeder unserer Partner damit zurecht.

Digitale Bildbearbeitung nicht für Profis

Es ist ja immer wieder lustig in DOCMA oder anderen Fachpublikationen über misslungenge Bildbeabeitungen zu lesen.

Meist sind diese Beispiele immer weit weg produziert worden. Diesmal haben wir (dank dem wachen Auge von Brigitte) direkt in Salzburg in der Mönchsberggarage ein schönes Beispiel für misslungene Bildbearbeitung gefunden.

Problem:
Wenn der (oder die) Bildbearbeiter halt nur schnell, schnell ohne Nachdenken in Photoshop irgendetwas in ein Bild basteln oder herumretuschieren. Für eine Kleinanzeige wäre das auch niemandem aufgefallen. Aaaaaber, wehe wenn das gleiche Bild auch für ein Poster verwendet wird!

Dann kann sowas dabei raus kommen:

The King is Dead – Mathias Jahn an der FH Urstein

Gestern fand der – meiner subjektiven Meinung nach – sehr interessante Vortrag von Mathias Jahn an der FH Urstein statt.

Das Thema “The King is Dead – über die Zukunft der Werbung” wurde sehr interssant und anschaulich vorgetragen.
Sehr angenehm habe ich es diesmal empfunden, dass ein Top Werber nicht dauernd sich selbst oder die von ihm produzierten Kampagnen in den Vordergrund stellte. Da haben wir ja schon ganz andere “Selbst-beweihräucherer” erlebt. Der Kernsatz “Online ist nicht die Zukunft der Werbung. Sondern Werbung ist die Zukunft von Online” könnte beim drüberlesen leicht missverstanden werden. Tatsächlich ist es so dass Onlinewerbung viele klassische Werbeformen am Leben erhält.

Beispiele aus Film, Print- und Produktwerbung haben diese These untermauert.

Der 2. Punkt des Vortrages von Mathias Jahn ging um die Ethik in der Werbung. Seid ehrlich! Eine einfache Botschaft die für vieles wofür Werbung steht (positiv wie Negativ) anzuwenden ist. Hier hat er auch wieder sehr anschauliche Beispiele gebracht, die diese Message sehr glaubwürdig untermauert haben.

Alles in allem ein rundum gelungener Vortrag mit interessanten Themen von einem Vortragenden der weis wovon er spricht!

Dem Retuschör ist es zu schwör!

Wiedermal eine Glanzleistung eines Bildbearbeiters. Diesmal im Dienste der Wiener SPÖ. Das ärgerliche daran ist nur, dass Unsummen an Steuergeldern (also auch DEIN Geld) dafür verwendet werden den jeweiligen Politiker ins richtige Licht zu rücken. Die Bildbearbeitung und Retusche der Gesichter ist zwar an sich schon eine Peinlichkeit wert, aber bei näherer Betrachtung fällt auf, daß hier mit – unter anderem – meinem Geld ein Dilettant/in beschäftigt wurde. Ebensolche Dilettanten haben das dann begutachtet und zum Druck frei gegeben.

Die Detailbilder zeigen euch was ich meine. Beachtenswert ist an diesem Sujet das Naheverhältnis zwischen dem jungen Mann und der jungen Frau ganz links!
Klicke auf die Bilder um diese zu vergrößern!

Viel Erfolg im Wahlkrampf!

Werbung in eigener Sache!


Das Magazin “ECHO” hat sich für die jetzt erschienene Ausgabe was interessantes einfallen lassen. Eine Sonderausgabe über die Salzburger Werbetreibenden. Und zwar personenbezogen. Dadurch blickt man mal “Hinter die Kulissen” und erfährt ein bissl mehr über den jeweiligen Menschen. ich fand das eine Gute Idee und habe auch mitgemacht. Danke nochmal an dieser Stelle an Gerti Krawanja für das nette Interview!

Ihr könnt den Beitrag auch als PDF Downloaden.

Exakte Bildbearbeitung ist Thomas Wozaks große Leidenschaft. Gemeinsam
mit seiner Gattin Brigitte führt der Salzburger die Agentur Wozak
Mediendesign und gibt zugleich sein grafisches Know-how an die Schüler der HTL
sowie am BFI Salzburg weiter. Die Kunden des Werbeprofi s haben einen großen
Vorteil: Für das Ehepaar Wozak gibt es keine Uhrzeit.


ECHO:
Lesen Sie eigentlich die Bibel?
Thomas Wozak: Nein, wieso?
ECHO: Weil Ihre Homepage ein Kirchenbild und etliche biblische Zitate zieren.
Wozak: (lacht) Sie haben Recht, das Bild haben wir in Anlehnung an ein Kirchenfenster
digital kreiert, was unsere Texterin dazu inspiriert hat, die Gebote in biblische
Texte umzuwandeln. Das hat mir so gut gefallen, dass ich es auch in Groß produziert
und auf unser Bürofenster geklebt habe.
ECHO: Muss man sich als Werbemensch auch irgendwie selbst inszenieren?
Wozak: Nicht notwendigerweise. Den Werbeleuten wird zwar oft der Hofnarr
zugeschrieben und eine gewisse Exzentrik erwartet. Ich finde aber, man sollte den Stil
wahren, aus Respekt gegenüber den Kunden. Außerdem finde ich es bei manch älteren
Herren komisch, wenn sie mit orangen Hosen und blau gefärbten Haaren herumlaufen.
ECHO: Sie haben auch bei Ihrem Firmennamen nicht lang kreativ herumgefackelt.
Wozak: Weil ich mich hinter keinen komischen Kürzeln verstecken wollte.
Wir stehen für unseren Namen und für das, was wir tun.
ECHO: Angefangen haben Sie aber mit einer Ausbildung am Holztechnikum Kuchl.
Wie kommt man denn von Forst und Holz zum „Werbewahnsinn“?
Wozak: (lacht) Das frage ich mich auch manchmal. Ausschlaggebend war sicher
meine Arbeit bei SonyDADC, wo ich in der Grafikabteilung CD-Labels produziert
habe. Das hat mir sehr gut gefallen.
ECHO: Warum haben Sie aufgehört?
Wozak: Nun, irgendwann habe ich die Welt nur noch rund gesehen. So im zwölf
Zentimeter CD-Durchmesser. Ich habe dann in einer Druckerei gearbeitet und
auch schon am BFI das Freehand-Zeichenprogramm unterrichtet, ehe ich mich
selbstständig machte.
ECHO: Da lernen Sie sicher selbst eine Menge von den jungen PC-Freaks, oder?

Wozak: Ja, natürlich! Ich habe zum Beispiel einen Studenten, der ein echter Animationsguru
ist und der auch schon einiges für mich gemacht hat. Der Vorteil ist, dass ich es anbieten kann
und er dafür ehrliches Geld von mir bekommt.
ECHO: Die Werbebranche ist ja gerade bei den Jungen heiß umkämpft. Wie bereiten
Sie Ihre Schüler auf den Einstieg vor?
Wozak: Das ist der schönste Beruf, den man haben kann, weil man etwas produziert
und seine eigenen Ideen reinbringt. Ich sage den Studenten aber auch, dass
sie ihr Leben lang lernen müssen, weil sie sich für eine der schnelllebigsten Branchen
entschieden haben. Aber das hält hell im Kopf. Das Problem ist oft, dass
manche Agenturen die jungen Absolventen für ein Witz-Geld ausnutzen. Auch
davor warne ich.
ECHO: Ein großes Thema ist zudem Kundenbindung.
Wie heben Sie sich von Ihren Konkurrenten ab?
Wozak: Unsere Stärke ist sicher, dass wir technisch immer auf dem neuesten Stand
sind. Das erfordert natürlich extrem viel Recherchearbeit, die der Kunde oft nicht
sieht. Wir haben zum Beispiel permanentes 24-Stunden Online-Internet und sind
für unsere Kunden auch am Wochenende erreichbar. Das unterscheidet uns sicher
von großen Agenturen. Daher haben wir einen treuen Kundenstamm aufgebaut.
ECHO: Und wie sieht es mit Kundengewinnung aus?
Wozak: Die ist sicher eine unserer Schwächen, weil dafür müsste man mehrere Tage
pro Woche aufwenden. Das geht nur, wenn man eigene Leute im Verkauf hat. Wir haben
aber das große Glück, dass bei uns sehr vieles über Empfehlung funktioniert.
ECHO: Würden Sie sich oft mehr Innovationsgeist seitens der Kunden wünschen?
Wozak: Absolut! Manche trauen sich nicht, andere greifen hemmungslos daneben.
Man darf hier aber nicht auf dem hohen Ross sitzen, zu sagen, das mach ich
nicht. Wenn das Sujet allerdings absolut nicht zum Produkt passt, dann sage ich das
schon, denn ich bin ein großer Verfechter von Perfektion.
ECHO: Kann Unvollkommenheit in der Werbung nicht auch wirken?
Wozak: Ich meine hier eher die technische Perfektion in der Grafik, zum Beispiel,
wenn beim Wegretuschieren etwas vergessen wird. Es gibt natürlich viel subtilere,
wenn Perspektiven und Licht nicht stimmen und wo einfach was zusammengebastelt
wird. Dabei würde es den Kunden nicht viel mehr kosten, sich einen Profi zu
leisten, weil der Grafikbereich nur einen minimalen Bruchteil der gesamten Produktion
ausmacht.
Interview: Gerti Krawanja